19. Feb
Die Bildqualität ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Neben den Bildschirmeigenschaften ist vor allem auch das Eingangssignal maßgeblich entscheidend für den späteren Genuß des HD-Fernsehers.
PanelDas
Panel ist die eigentliche Bildschirmfläche und am schwierigsten mit anderen Herstellern zu vergleichen. Hier helfen vor allem optische Tests bei lokalen Elektronikmärkten oder im Rahmen der zweiwöchigen Widerrufsfrist bei Versandhandelskäufen. Letzteres ist zu empfehlen, da hier das Gerät ausgiebig getestet werden kann.
BildwiederholfrequenzDa nach dem HD-Ready-Siegel nur die Bildwiederholraten 50
Hz und 60 Hz vom Display unterstützt werden müssen, sollte zudem darauf geachtet werden, dass das Display auch 24 Hz oder ein vielfaches davon anzeigen kann.
Kinofilme werden in der Regel mit exakt 24 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Sowohl der europäische 50 Hz-PAL-Standard, sowie der amerikanische 60 Hz-NTSC-Standard sind hierzu nicht kompatibel, da die Umrechnung nur mit Qualitätsverlust (Ruckeln, Sound-Stretching etc.) zu realisieren ist. Kompatibel sind zudem Vielfache von 24 Hz, also 48, 72, 96, 120 Hz etc.
AuflösungDie maximale Auflösung von 1.920x1.080 Pixel sollte
progressiv (1080p), also in Vollbildern dargestellt werden können. Das
interlaced-Verfahren (1080i) ist ein schlechter Kompromiss, der die Auflösung durch die Darstellung von einander ergänzenden Halbbildern erreicht. Wichtig ist darauf zu achten, dass diese Auflösung 1:1 widergegeben wird, also weder hoch noch runtergerechnet, noch Teile des Bildes abgeschnitten werden. Als Faustregel gilt jedoch: 1080p macht ab 37 Zoll Panelgröße Sinn, kleinere Displays liefern auch mit 1280x720 Pixeln (720p) ein super Bild.
HDMI-AnschlussAb Version 1.3 sind Übertragungsraten von über 10 Gbit/s Pflicht - absolut nötig für 1080p-Datenübertragung ohne Qualitätsverluste.
Analoge AufbereitungAnaloge Bilddaten im PAL-Format sollten vom HD-Display bestmöglichst hochgerechnet und dargestellt werden. Das schaffen nicht alle Displays, so dass bei vielen die PAL-Qualität weit hinter der von Röhrenbildschirmen liegt.
WinkelabhängigkeitHier hilft nur: In den Laden gehen und ausprobieren. Was nützt das beste Display, wenn man auf dem Boden sitzend oder in der Sofa-Ecke lümmelnd an den Rändern völlig verfälschte Farben sieht. Als erster Anhaltspunkt hilft der von vielen Herstellern angegebene Blickwinkel.